Empathie – Eine Eigenschaft, die jeder hat

Weißt Du noch, wie es war, damals, als Du das Licht der Welt erblickt hast?

Kein Mensch kann sich an die ersten Wochen und Monate seines Daseins in dieser Welt erinnern. Ich verrate es Dir, denn der Verstand, der uns erinnern lässt, kommt bei allen Menschen erst später hinzu.

Kaum in dieser Welt angekommen, hast Du Dich sofort beschwert. Alle, die dabei waren, haben sich sofort um Dich gekümmert. Deine Mutter war da und hat Dich auf ihren wärmenden Körper und an ihre Brust gelegt, damit Du die Geborgenheit spürst und zu Kräften kommst. Dein Vater hat voller Demut Deine kleinen Fingerchen und den Kopf gestreichelt. Die liebevollen Worte hast Du nicht verstanden, jedoch den einfühlenden Ton gespürt.

So ging es die nächsten Jahre weiter. Die Menschen waren in Deiner Nähe. Sie haben Dir gegeben, wonach Du verlangtest und wenn Du mit Deinem flehentlichen Schreien Deine Bedürfnisse in die Welt geschickt hast, dann haben sie Dich, wie Du es von früher im Mutterleib gewohnt warst, geschaukelt und Dir immer wieder die volle Aufmerksamkeit geschenkt. Das Leben begann für die meisten Menschen in einem Paradies von Aufmerksamkeit und Zuwendung. Wir wurden geschätzt, wie wir waren. Wir durften sein, wie wir wollten. Und die Menschen um uns herum haben sich meistens sogar noch gefreut, wenn wir protestierten.

Die Sehnsucht nach Sicherheit hat jeder Mensch

Deine Eltern haben mit Dir die Bauklötze übereinandergestapelt. Sie haben Dich beobachtet und ermutigt, weiter zu bauen. Du fühltest Dich wohl, wenn Du die volle Aufmerksamkeit der Eltern, Großeltern und der Tanten und Onkels gespürt hast. Diese Sicherheit hat Dich ermuntert, alles zu erforschen, was die Welt jeden Tag Neues für Dich bereithielt.

Später, Du warst bereits ein paar Jahre auf dieser Welt, war es ähnlich. Du bist von der Schaukel in den Sand gefallen und Dein Vater hat Deine Hand gepustet, selbst dann, wenn keine Blessuren sichtbar waren. Er hat es trotzdem getan, weil es Dir guttat. Kannst Du Dich erinnern, was sie gesagt und getan haben, als Du das erste Mal mit Deinem Fahrrad gestürzt bist?

Es gab aber auch Situationen, da haben sie Dich stehen lassen. Viele Jahre später hast Du gelernt, dass das Plärren mit dem Wort „bockig“ einsilbig zusammengefasst wurde.

Du wusstest allerdings auch, dass Du Dein Missfallen, Deine Bedürfnisse, Deine hoffnungsvollen Wünsche äußern konntest, wie es Dir gefiel. Und immer wieder haben Dich die Menschen, denen Du das meiste Vertrauen in diesem bislang kurzen Leben geschenkt hattest, in den Arm genommen. Und sogar Dein Lieblingsessen gekocht, um Dir eine Freude zu bereiten.

Empathie zeigen, weil es anderen Menschen guttut

Du hast selbst mitgeweint, wenn Du erlebt hast, dass es Deinem Schwesterchen schlecht zu gehen schien. Als sie bereits laufen konnte, hast Du sie an die Hand genommen und bist Du mit ihr und Deinen Eltern in den Park gegangen. Du hast sie getröstet, wenn sie das Gleichgewicht verlor und auf ihre zarten Knie gefallen ist. Du hast Deine Mutter in den Arm genommen, wenn Du gespürt hast, dass sie traurig ist. Es war für Dich selbstverständlich, Mitgefühl zu zeigen und Dich in das Dasein der anderen hineinzudenken.

Die Jahre vergingen. Nach dem Kindergarten kam die Schule, dann die Ausbildung oder das Studium. Du wurdest erwachsen. Dein Leben änderte sich. Du wolltest erwachsen werden. Plötzlich war es auch für die anderen nicht mehr wichtig, das Kind in dir zu sehen, denn du sollest erwachsen werden.

Der Wendepunkt kam, als die Menschen erwachsen wurden

Das Leben bestand fortan nicht mehr nur aus Bestätigung und Bäuchlein kraulen. Das Mitfühlen wurde oft genug ersetzt durch überzeugende, manchmal auch unzutreffende Argumente. Anteilnehmen? Emotionen offen äußern? Bedürfnisse ausdrücken? Du hast mitbekommen, wie es anderen Menschen und auch Dir schwerfiel, diese menschlichen Eigenschaften im Alltag des Erwachsenen-Lebens in Worte zu kleiden und auszudrücken. Obwohl wir sie bereits in den frühen Jahren des Lebens wiederholt erlebt und trainiert hatten.

Empathie ist kein Unterrichtsfach in der Schule oder Hochschule. Du stelltest fest, dass zu Hause im Familien- und Freundeskreis oder im Unternehmen die Themen Menschlichkeit und Empathie weitgehend unreflektiert zur Seite geschoben wurden. Schließlich sollte die Zeit effektiv für das Ausbilden und Weiterentwickeln der Fähigkeiten genutzt werden, die nun für das Überleben in diesem Leben benötigt wurden. Du stelltest sogar fest, wie Du um Zuwendung und Anerkennung kämpfen musstest und wie das Menschliche bei vielen Personen, denen Du begegnet bist, in den Tiefen dieser Menschen versunken ist. Fortan galt es, sich in der Welt, die auf Konkurrenz, Wettbewerb und Optimierung ausgerichtet war, zu behaupten und zu beweisen.

Reaktivieren, was jeder Mensch kann und schätzt

Alle Menschen, das haben Neurobiologen und Gehirnforscher zuverlässig in Erfahrung gebracht, sind mit der Sehnsucht nach Verbundenheit zu einem vertrauten Menschen, nach Sicherheit, Bestätigung und Zuwendung auf die Welt gekommen. Deine Kunden und Geschäftspartner ebenfalls. Ausnahmslos alle. Jene, die Du bereits kennst und auch die, die Du noch kennen lernen wirst.

Empathie ist eine Eigenschaft, die jeder hat. Empathisch sein, ist eine Fähigkeit, die jeder auch bereits im Kindesalter entwickelt hat.

Es lohnt sich, sich dieser Fähigkeit zu erinnern, sie zu reaktivieren und auszubauen, denn sie wird heute mehr, denn je gebraucht: In der Familie, im Freundeskreis, unter Kollegen und eben in der Arbeit mit seinen Kunden und Geschäftspartnern.

Zeige ihnen, wie ein Mensch in Dir lebt, wie Du fühlst, was Du denkst, was Dich freut, was Dich glücklich macht.

Zeige ihnen wie empathisch stark Du bist, wie du dich hineindenkst, wie einfühlsam, anerkennend und respektvoll Du bist, wie bestärkend und ermutigend Du sein kannst. Deine Kunden zahlen es mit Zuwendung, Aufmerksamkeit, Kaufentscheidungen und Weiterempfehlungen zurück.

Alles, was Du für den Ausbau Deiner menschlichen Qualitäten benötigst, bringst Du mit. Du brauchst Dich ihrer nur erinnern, holst sie ins Bewusstsein zurück, überträgst sie in Deinen beruflichen Alltag und wendest sie in Kundengesprächen an.

Erkenne, entdecke und nutze Deinen Schatten. Er zeigt Dir Dein menschliches Potenzial, das in Dir schlummert. Einmal gesprungen, öffnen sich für Dich ganz neue Perspektiven und Möglichkeiten.

Prüfe mit dem Strategiegespräch, welcher Weg für Dich der richtige ist.

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